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DHKC-Erklärung Nr. 445, 03.04.2015

dhkc-logoDatum: 03. April 2015 / Erklärung: 445

Ruhe in Frieden, die tapfere Tochter des kurdischen Volkes Elif Sultan Kalsen

Die Geschichte wird zeigen, dass der bewaffnete Kampf nicht überholt, sondern siegreich sein wird

Die Geschichte wird nicht über die Einigung, Kapitulation oder Eliminierung, sondern den Sieg derer schreiben, die den

Weg beschreiten, deren Leitsatz, “es gibt den Tod aber keine Rückkehr” ist

Es mussten Leben gelassen werden -auch unser eigenes

Das ist nun mal der Weg aus der Dunkelheit

Überall suchte die Mörderpolizei der AKP nach dir; du hast ihnen am hellichten Tag mitten ins Herz geschossen.

Nun werden auf allen Polizeiwachenfür ihre Sicherheit außergewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen.

Für die Volksfeinde ist es vorbei, gibt es keinen sicheren Ort!

In etlichen Razzien wurde nach ihr gesucht. Ihre Genoss(innen) sagten: “sie ist nicht hier. Ihr sucht nicht nach Elif Sultan, sondern nach Ärger. Sie wird euch vorher finden”.

Deine Genoss(innen) sollten Recht behalten, du hast sie gefunden.

Unsere Gerechtigkeitskämpfer Safak Yayla und Bahtiyar Dogruyol wurden von der Polizei der AKP umgebracht, als sieam 31. März 2015 den Staatsanwalt zur Geisel nahmen, der seit 655 Tagen die Mörder von Berkin Elvan beschützte.

Unsere Volksbefreiungskämpferin Elif Sultan Kalsen wollte die Mörder von Safak Yayla und Bahtiyar Dogruyol, welche bis zur letzten Kugel tapfer gekämpft haben, zur Rechenschaft ziehen. Darum stürmte sie ganz alleine mit zwei Handgranaten, einer Kalaschnikow und einer Pistole die Folterzentrale, das Polizeipräsidium in Istanbul an der Vatanstrasse.

Bei der Stürmung wurden zwei Polizisten verletzt, unsere Kämpferin Elif Kalsen ist gefallen.

Elif Sultan, ruhe in Frieden. Als du im schönsten Rennen deines Lebens, deine feuerroten Haare gewirbel hast, konnten dir die Kugel nur nachsehen, aber nicht erreichen. Wenn unser Blut fließen muss, dann an der bedeutensvollsten Stelle.

Wenn wir für unsere Genoss(innen) Rechenschaft verlangen beispielsweise. Mit dieser Entschlossenheit hast du dein Leben gelassen.

Schlaf in Frieden, sei getrost, Kämpferin der Front, dessen Haare Feuer streut.

Unsere Tradition wird fortgesetzt von Mahir* bis Fidan bis Elif Sultan.

Das wertvollste, ihr junges Leben, hat unsere Kämpferin Elif Sultan für die Gerechtigkeit und ihre Genoss(innen) gegeben, ohne mit der Wimper zu zucken. Tapfere Tochter des kurdischen Volkes, ruhe in Frieden.

Die Aufopferungsfackel der Fidan Kalsen** ist jetzt die Gerechtigkeit von Elif Sultan Kalsen.

Als würde sie ein Lied singen
als würde sie ein Gedicht vortragen
als würde sie mit ihren Genoss(innen) zum Sieg rennen
wurde Elif Sultan zur Gerechtigkeitskämpferin.
ihre feuerroten Haare wirbelnd
mit der Röte der Aufopferung
hat Elif Sultan den Glauben an die Revolution und Genossenschaft gestärkt.

Fidan Kalsen wollte die Massakeroperation, in der die Gefangenen vor die Wahl gestellt wurden, “entweder ihr ändert eure Meinung oder ihr werdet sterben”, aufhalten. Sie versuchte mit dem einzigen Hab und Gut einer Gefangenen, ihrem Körper eine Barrikade zu bilden. Sie wurde zum Sinnbild des Kampfes gegen die Isolation und wurde zur Fackel der Revolution.

Jetzt ist Elif Sultan Kalsen zum Symbol geworden. Sie bildet mit ihrem jungen Leben eine Barrikade gegen alle, die kapitulieren, den bewaffneten Kampf und Marxismus für beendet erklären.

Der Kampf um die Revolution geht weiter.

Alle Gefallenen, vom 30. März 1972 bis Elif Sultan Kalsen. Wir werden uns nicht einigen, kein Vergessen, kein Vergeben, keine Versöhnung.

Der Feind wird nicht mal an euren Schatten rankommen.

Wir werden kämpfen, bis wir eine unabhängige, demokratische Türkei, eine Welt ohne Klassen und Ausbeutung errichtet haben.

Lenin brachte uns bei, dass der Kapitalismus eine grenzenlose Barbarei ist.

Mit dieser Barbarei kann es keine Versöhnung geben.

Mit dieser grenzenlosen Ausbeutung, diesem mörderischen, diebischen, unersättlichen System kann kein Frieden geschlossen werden.

Es gibt einen einzigen Ausweg: Gegen dieses System zu kämpfen und es zerschlagen.

Was auf dem Quartier des Polizeipräsidiums in der Vatanstrasse einschlug war Aufopferung, Mut und das Bewusstsein der Machtübernahme.

Wer das Polizeipräsidium in der Vatanstrasse kennt, wird es wissen. Es ist die Hauptzentrale der Folterer. Die am besten ausgebildeten Folterer der Oligarchie befinden sich auf dem Polizeipräsidium auf der Vatanstrasse.

Tausende Revolutionäre wurden dort schon gefoltert. Es ist nicht nur eine Hauptzentrale der Folterer. Sondern auch Ausbildungsplatz zum Folterer. Verschollene, Verschwundene, jeder Plan zum Angriff auf das Volk und Revolutinäre wurde und wird dort geschmiedet.

Der Kämpfer der Front, Yunus Güzel, wurde am 23. Oktober 2001 im Folterzentrum auf der Vatanstrasse zu Tode gefoltert.

Kurz: Das Vatan-Polizeipräsidium ist die Schaltzentrale der Folterer. Sie wurde überall, Tag und Nacht gesucht.

Um sie finden wurden zig Wohnungen gestürmt. Und sie hat am 01. April, ganz alleine, lässig und locker die Folterer wie vom Schlag getroffen. Als Gerechtigkeitskämpferin hat sie Rechenschaft verlangt, für die Exekution an Safak Yayla und Bahtiyar Dogruyol.

Nach dem Schußwechsel, was nur wenige Sekunden dauerte, brauchten die Folterer 8 Stunden, bis sie ihre Fassung widererlangten.

Denn keiner hätte es gar in Erwägung gezogen, dass ein(e) Kämpfer(in) der Front ganz alleine die Folterer mitten ins Herz trifft. Darum haben sie stundenlang “Sicherheitsvorkehrungen” getroffen.

Selbst Fußgänger, die zufällig entlang des Polizeipräsidiums liefen, wurden festgenommen.

In jedem Schreiben steht es drin, ganz offen: Wir werden euch im Zentrum treffen. In euren Quartieren, Schlössern. Keine Sicherheitsvorkehrung kann dem zuvorkommen. Die unverbesserlichen Verschwörungstheoretiker(innen), vor allem ihr solltet unsere Erklärungen nochmals lesen. Unsere Ziele wurden schon von vornerein deklariert. Nur der Zeitpunkt

wird nicht verraten.

Jetzt wurden die Sicherheitsvorkehrungen an allen Polizeistationen verdoppelt, Urlaub gestrichen. Sie versuchen sich zu schützen.

IHR KÖNNT EUCH NICHT SCHÜTZEN. KEINE SICHERHEITSVORKEHRUNG WÄRE DAZU IN DER LAGE.

Nochmals. EURER EINZIGER SCHUTZ IST, MIT DEM FOLTERN UND DER VOLKSFEINDLICHKEIT AUFZUHÖREN.

Es ist der Mut der Front, der am helllichten Tag beim Folter-Polizeipräsidium an der Vatanstrasse zuschlagen ließ. Die Bereitschaft zur Aufopferung. Die Quelle unseres Mutes ist das Regierungsbewusstsein. Wer darüber nicht verfügt, kann nicht so mutig sein.

UNSER REGIERUNGSBEWUSSTSEIN VERLEIHT UNS DIESE AUFOPFERUNGSBEREITSCHAFT!

OHNE DEN ANSPRUCH AUF DIE REGIERUNGSÜBERNAHME KANN NIEMALS GEKÄMPFT WERDEN!

Das liegt momentan im Kern der Verständigung, Eliminierung und Kapitulation mit der Oligarchie.

Şafak Yayla, Bahtiyar Doğruyol, Elif Sultan Kalsen; sind ein Symbol für unser Bewusstsein zum Regierungswechsel und unsere Unbesiegbarkeit.

WIR KÄMPFEN NICHT FÜR EINE POLITISCH VOM IMPERIALISMUS VORANGETRIEBENE VERSTÄNDIGUNG, KAPITULATION UND ELIMINIERUNG,

SONDERN FÜR DIE REVOLUTION, EINE DEMOKRATISCHE VOLKSRERIERUNG.

Ideologisch gibt es einen regelrechten Zerfall. Man sollte sich nur mal anschauen, was alles als “links” gepriesen wird,welche Leute sich sich “links” nennen.

Es wird versucht marxistisch-leninistische, revolutionäre Werte wegzuwischen.

Mit der Gegen-Revolution in den ´90er Jahren, kam es in Mode den Sozialismus und revolutionäre Werte zu beschimpfen und zu verleumden.

Unter dem Gerede der neue Weltordnung, Globalisierung wurde plötzlich die “demokratische” Seite des Imperialismus entdeckt. Plötzlich wurden idiotische Gedanken verbreitet, wie dass der Imperialismus die ganze Welt “demokratisieren” wird;

einzig um sich von den Imperialismus und ihren Kollaborateuren Anerkennung zu verschaffen.

Die neue Weltordnung des Imperialismus hat den Völkern dieser Erde keine Demokratie, sondern eine Welt des Elends und Blutbäder gebracht. Nicht mal die Imperialisten sprechen mehr von einer “Demokratisierung der Welt”. Sie gestehen ihre Absicht ganz offen und ungeniert ein.

Aber die Verständigung, Kapitulation und Eliminierung der Linken nimmt kein Ende.

Die FARC (Revolutionäre bewaffnete Kraft Kolumbiens), welche die marxistisch-leninistische Ideologie und den bewaffneten Kampf verteidigt, hat die Linie der Verständigung mit den Imperialisten und seinen Kollaborateuren eingeschlagen. Der nun seit 50 Jahren andauernde bewaffnete Kampf soll eliminiert werden.

Die kurdische, nationalistische Bewegung in unserem Land, nutzt seit 1993 den bewaffneten Kampf dazu, um die Oligarchie an den Verhandlungstisch zu zerren. Dessen Führung ist nun zu dem Schluss gelangt, dass die Waffen das größte Hindernis zur Verständigung darstellen. Seit Januar 2013 möchten sie unter der ideologischen und politischen Führung des Imperialismus im sogenannten “Lösungsprozess” den bewaffneten Kampf eliminieren.

Zu Beginn des Jahrtausendwechsels hat die kurdische nationalistische Bewegung der Oligarchie gegenüber bekundet, dass der “bewaffnete Kampf etwas Falsches” ist. Das es ein Fehler war, in den ´70er Jahren mit dem bewaffneten Kampf zu beginnen.

Nun sagt sie der kurdischen Bevölkerung, die Zeit des bewaffneten Kampfes sei vorbei.

Was immer die kurdische nationalistische Bewegung dem kurdischen Volk sagt, nämlich dasselbe wie der Oligarchie, sie ist nicht glaubwürdig. Denn das kurdische Volk ist sich dessen sehr wohl bewusst, dass sie sich jedes bisschen Recht mit dem bewaffneten Kampf erkämpft hat.

Das hinterhältige an ihrer heutigen Politik ist, dass man die Verständigung, Kapitulation und Eliminierung darstellt wie “Sieg”, “Frieden” oder “Lösung”.

Sich an einem Tisch mit einer faschistischen Regierung zu setzten, stellt sie dem kurdischen Volk gegenüber als “die Lösung des kurdischen Problems” dar.

Die Kollaboration mit dem Imperialismus in Rojava und Kobane wird als “Revolution” gepriesen. Dabei hat die kurdische, nationalistische Bewegung sich längst von der Revolution verabschiedet. Öcalan höchstpersönlich betonte, keine “Revolutionär”, sondern ein “Evolutionär” zu sein. Nun versucht man die Verständigung, Eliminierung und Kollaboration mit dem Deckmantel der Revolution und Sozialismus zu verschleiern.

VERSTÄNDIGUNG, KAPITULATION UND ELIMINIERUNG BRINGT DEN VÖLKERN KEINE BEFREIUNG

Die kurdische nationalistische Bewegung hat am Anfang der ´90er Jahre das Zeichen des Sozialismus, den Hammer und Sichel aus ihrer Fahne entfernt. Jetzt, wo sie sich mit Vollgas Richtung System bewegt, attackiert sie alles und alle Revolutionäre. Auf der andern Seite benutzen sie die Begriffe wie Revolution und Sozialismus, wie sie es schon seit 22 Jahren nicht getan haben.

DIE HDP IST DAS PROJEKT DIE LINKE IN DER TÜRKEI INS SYSTEM ZU INTEGRIEREN!

Das ist der Grund, warum die kurdische, nationalistische, linke Bewegung dermaßen oft sozialistische Begriffe benutzt.

Bei ihrer Integration ins System möchten sie auch die linken Bewegungen in der Türkei mitnehmen. Ihr bleibt quasi nichts anderes übrig. Andernfalls stellt die Existenz einer revolutionären Bewegung in der Türkei das größte Hindernis für sie dar.

Das Projekt “HDP” wurde entworfen, um die revolutionäre Bewegung in der Türkei ins System zu integrieren. Aber es ist ein erfolgloses Projekt. Denn die Partei-Front macht bei diesem Projekt nicht mit. Eine Gruppe von Reformisten und Opportunisten, welche in die HDP eintraten, werden dem Volk wie Linke, Sozialisten dargestellt. Sich im Nahen Osten zum Gegenstand der imperialistischen Politiken zu machen, wird als “Internationalismus” gepriesen. Und sich zum Anhängsel der kurdischen, nationalistischen Bewegung zu machen, wird nun neuerdings “Solidarität mit dem kurdischen Volk” genannt.

EINE LINKE, WELCHE SICH MIT DEM SYSTEM ARRANGIERT, IHREN ANSPRUCH AUF DIE REGIERUNGSBILDUNG VERLIERT, IHRE IDENTITÄT, IDEOLOGIE

UND UNABHÄNGIGKEIT VERLOREN HAT; IST KEINE LINKE MEHR

Der Kampf sortiert aus. Feind und Freund kommen zu Tage. Wer ist der/die Freund(in) der Völker, was ein Bündnis der Revolution?

Der Opportunismus und Reformismus können keine Existenzgrundlage finden. Mit dem Anwachsen des Kampfes dienen sie der Ideologie, von der sie sich nähren.

Die Geiselnahme des Staatsanwaltes Mehmet Selim Kiraz um die Mörder von Berkin Elvan herauszufinden wurde geradezu zu einem Indikator.

Die Aktion erfreute unser Volk, dass eine tiefe Sehnsucht nach Gerechtigkeit verspürt und wurde den Volksfeinden zum Albtraum.

Zuerst die Geiselnahme im Gerichtsgebäude in Istanbul, hinterher die Stürmung der Folterzentrale auf der Vatanstrasse:

Sie konnten noch nicht einmal “den einen Schock überwinden”, schon haben sie “den nächsten Schock” erfahren.

Es war nur zu verständlich, dass die Schreibkräfte der Oligarchie in “Schock versetzt” wurden. Das ist nicht der Rede Wert.

Wir kämpfen schließlich gegen sie. Und werden ihr Ausbeutungssystem dem Erdboden gleich machen.

Aber die Aktion, dass dem Volk tiefste Zufriedenheit verspüren ließ, schockiert auch Teile der Reformisten, Opportunisten, jene die sich als Linke, Sozialisten, Progressive bezeichneten. Von ihren TV-Sendern, Tageszeitungen, diffamierten sie die Revolutionäre und den bewaffneten Kampf.

Unser Volk, unsere Freund(innen) und Genoss(innen); daran ist nichts verwunderlich. Der Kampf wirkt reinigend, die Fronten werden geklärt. Denn das Wachsen des revolutionären Kampfes, engt ihren Raum für Reformismus, Opportunismus, “links sein im Süßwassergefälle” ein. Es reißt ihnen die Maske vom Gesicht.

REVOLUTIONÄRES UND NICHT REVOLUTIONÄRES WIRD VONEINANDER GETRENNT.

Man möge mal schauen, was dem Volk als Alternative geboten wird. Reformistische, systemkonforme Parteien können für das Volk keine Alternative sein.

Im Prozess gegen die “Devrimci Karagah” sagten die Freundinnen und Frauen der inhaftierten, verurteilenden SDP´ler am 17. April 2011 zur Radikal-Zeitung:

“wir werden ganz vorne in diesem Kampf sein. Ob es ihnen gefällt oder nicht. Und dann auch noch mit unseren Miniröcken. Daran sollten sie sich gewöhnen”.

Lasst doch mal die Miniröcke beiseite; wer sich von diesem maroden System nicht abseilt, kann nicht Revolutionär(in) sein. Dem Volk keine Alternative bieten. Die Aussage der Freundinnen und Frauen mit den “Miniröcken” zeigt auch zu gut, dass sie mit der Revolution nichts mehr zu tun haben, dem Faschismus nur zum Schein eine Botschaft schicken.

Im weiteren Verlauf des Interviews redeten sie noch offener:

“obwohl wir von einer Tradition kommen, welche den bewaffneten Kampf schon vor Jahren abgelehnt hat, wurden wir als Mitglieder einer bewaffneten, terroristischen Organisation verurteilt.

Unsere Wohnungen wurden als Terrorzellen gestürmt, als wie auf dem demokratischen Terrain Politik betrieben. Damit hat unser Albtraum begonnen”.

Alles ist so offen formuliert, da ist kein Raum für Auslegungen: Die haben nichts mehr zu tun mit links sein, Sozialismus oder Revolution zu tun. Was heute dem Volk als links präsentiert und als Kandidat zum Abgeordneten bei der HDP aufgestellt wird…

Wenn man den Kampf der Avantgardisten ablehnt, werden die Revolutionäre zu “Terroristen” und die Aussteiger zu “Sozialisten”. Wenn es nach diesen “Sozialisten” ginge, dürften die Wohnungen der Revolutionären gestürmt und diese selbst exekutiert werden. Aber wie können sie, welche eine legale Partei gegründet und sich ins System integriert haben, es gibt ja inzwischen eine Demokratie in der Türkei, auf dieselbe Art und Weise behandelt werden? Im Namen der tausenden Gefallenen in Kurdistan, in den Bergen, auf den Straßen, auf den Stützpunkten; solche werden dem Volk als Linke präsentiert. Und diese führen dann auch noch am 30. März und 06. Mai Gedenkfeiern im Namen von Mahir Cayan und Deniz Gezmis durch.

Eine sich als marxistisch, leninistische, kommunistische bezeichnende Partei spielt sich zum Wortführer der kurdischen, nationalistischen Bewegung auf. Nichts fehlt: Aufhetzung, Lügen, Beleidigungen, die gesamte Palette.

Viele haben unabhängig von uns einen Zusammenhang zwischen der Geiselnahme des Staatsanwaltes im Justizpalais mit dem Manifest in Kizildere*** von Mahir und seinen Genossen vor 43 Jahren aufgestellt.

Kizildere ist die Klärung des revolutionären Weges. Wer davon abwich, bereitete sein eigenes Ende.

Kizildere ist auch gleichzeitig ein einzigartiges Beispiel dafür, wie Genossen sein und revolutionäre Solidarität ausüben sollten.

Für Mahir und seine Genossen waren Deniz Gezmis das Prestige der revolutionären Bewegung. Und dessen Hinrichtung galt es zu verhindern. Dafür sind sie das Risiko eingegangen, als Organisation eliminiert zu werden und haben das Manifest der Revolution in Kizildere geschaffen.

Die sich als marxistisch-leninistisch, kommunistisch bezeichnende ESP hat nach der Geiselnahme der Front im Justizpalais ihrer eigenen Organisation eine unglaubliche Anweisung geschickt: “Es wird keinerlei Beteiligung von irgendeiner Aktion der Volksfront geben, in keiner Stadt oder auf keinem Gebiet. Sei es eine Trauerfeier, Protestmarsch, Gedenkfeier. Selbst wenn die Polizei angreifen sollte, werden wir uns an keiner Aktion beteiligen.” Die können dem kurdischen Volk nichts gutes tun, höchstens schaden.

Trotz der bestehenden Fehler und Schwächen, hat die revolutionäre Bewegung in der Türkei tief verwurzelte Werte geschaffen. Wer könnte so einen Aufruf machen?

Diese Frage sollte von allen beantwortet werden, die sich als Sozialisten und Revolutionäre bezeichnen. Die revolutionäre Bewegung in der Türkei hat, selbst ihre eigene Vernichtung in Kauf nehmend versucht die Hinrichtung von Deniz Gezmis zu verhindern. Niemand kann diesen Aufruf von der ESP ignorieren. Ganz zu schweigen von Freundschaft oder Genossenschaftlich reden. Was ist das für eine Feindseligkeit?

Eine andere Organisation, die maoistische, kommunistische Partei (MKP). Sie küsste die Verräter des Todesfastens an der Stirn. Und die 24 Guerillas, welche sich mit erhobenen Händen dem Feind stellten, begrüsseten sie mit den Worten: “wir freuen uns darüber, dass sie noch leben“.

Was sind das für Revolutionäre? Ihr begibt euch in die Justiz eines Systems, dass ihr angeblich stürzen wollt. Ihr ergebt euch. Und darüber freut ihr euch auch noch. Schlimmer, versucht das zu legitimieren. Wollt ihr mit dieser Haltung der revolutionären Bewegung in der Türkei die Tradition des “sich Ergebens” einfügen?

Als die gleiche MKP eine bewaffnete Aktion gegen den Bruder des Verkehrsminister Binali Yildirim durchführte, beschimpften sie uns als “agitativ” und verkünden “die Ära des propagandischen Revolutionärs ist vorüber. Wandbemalung, Plakatierung usw…

gehören der Kindheitsphase der Linken an und müssen überwunden werden”. Sie haben die “Kraft” der bewaffneten Propaganda entdeckt. Mit den Waffen wird zwar nicht geschossen, aber MKP schießt weiter (wörtliche Übersetzung, sinnliche Bedeutung von “schießen”:  redet viel wenn der Tag lang ist-Anm. d. Übersetzers):

“Die Sensibilität der Wahlperiode der patriotischen Bewegung in den kommenden 4 Monaten begegnen wir mit Verständnis. Wir möchten bekannt geben, diese Zeitspanne als Vorbereitungsphase zu nutzen, damit die AKP keine Argumente findet, in die Rolle des Opfers zu schlüfen. Alle organisierten Einheiten der PHG sollten in diesem Sinne handeln. Solange die Kräfte des Regimes uns nicht direkt angreifen, begeben wir uns in die Position der Verteidigung”.

Wer diese Erklärung der MKP liest, könnte meinen diese führt jeden Tag eine bewaffnete Aktion durch.

Wir appellieren an das Volk:

Diese Reformisten, Opportunisten, systemkonforme Linke werden als “Alternative” präsentiert. Das ist keine Linke.

Das sind keine Revolutionäre, keine Sozialisten.

In Kizildere hat man für seine Genossen sein Leben riskiert. Nun führt diese Tradition mit neuen Werten den Kampf fort. Revolutionär, Linke(r), Sozialist(in) zu sein bedeutet, für das Volk, für das Land, alles Notwendige zu tun, auch wenn es einem das Leben kosten sollten.

Revolutionär, Linke(r), Sozialist(in) zu sein bedeutet, für das Land, für die Leute und die Revolution zu kämpfen.

Unter dem Faschismus müssen selbst für die Erkämpfung kleinster Rechte Repressalien in Kauf genommen werden.

Die Geiselnahme im Justizpalais hat das mal wieder deutlich gezeigt. Die AKP hat ihren eigenen Staatsanwalt geopfert, um die Mörder von Berkin Elvan zu beschützen. Drei Menschen wurden umgebracht, um nicht die Namen der Mörder preiszugeben.

Unser Volk:

Der revolutionäre Kampf erfordert Schüsse und Tode. Nur so wird er wachsen.

Die Streu wird sich so vom Weizen, der Feind vom Freund trennen.

Die Frontkämpferin Elif Sultan Kalsen stürmte das Folterzentrum in der Vatanstrasse. Somit schaffte sie Klarheit in das Nebel, was um die Revolution gelegt wurde.

Sie demonstrierte, dass Revolutionär(in) sein nicht “im Süßwassergefälle schimmern” bedeutet.

Elif Sultan Kalsen brachte Licht in die Dunkelheit, die mit den Lügen und Demagogien um die Revolution gelegt wurde.

Elif Sultan Kalsen ist der Name der Selbstlosigkeit, des Mutes und unserem Regierungsbewusstseins geworden.

In der Woche der Gefallenen, zwischen dem 30. März und 17. April, stürmte sie die Folterzentrale in der Vatanstrasse und verlangte somit Rechenschaft für ihre ermordeteten Genossen im Istanbuler Justizpalais.

Elif Sultan Kalsen, die dem Feind einen Schock nach dem anderen versetzte, möchten wir mit Respekt und Stolz gedenken.

LEBENSLAUF VON ELIF SULTAN KALSEN

Am 23. Juni 1988 kam sie in einem Dorf von Dersim, in Bugulu auf die Welt. Sie stammt aus Dersim, ist Kurdin und Alevitin gewesen.

Sie ist die Cousine von Fidan Kalsen **, welche sich am 19. Dezember 2000 anzündete, um das Gefängnismassaker zu verhindern.

Sie studierte internationale Beziehungen an der Kocaeli Universität.

Elif Sultan ist unter Revolutionären aufgewachsen. Sie hat gefallene Verwandte. Sie gab viele Gründe an, warum sie eine Revolutionärin wurde: weil sie aus Dersim stammt, weil sie eine Kurdin, eine Alevitin war, weil unter den Gefallenen viele ihrer Verwandten waren. Und der allerwichtigste Grund: Fidan Kalsen.

Als sie in den Jahren 2007-2010 an der Kocaeli Universität studierte, fing sie im Jugendverein an aktiv zu werden. Der erste revolutionäre Lehrer von ihr war Hasan Selim Gönen. Im Jahre 2010 war sie in Istanbul aktiv.

2010 wurde sie im Jugendverein in Kocaeli festgenommen und hinterher verhaftet. Bis Juni 2012 befand sie sich im Bakirköy-Gefängnis. Kurz nach ihrer Freilassung wurde sie bei einer erneuten Razzia am 18. Januar 2013 wieder verhaftet.

Nach ihrer Entlassung am 27. März 2014 aus dem Bakirköy-Gefängnis sagte sie: “Die Bewegung ist meine Menschlichkeit, die Bedeutung meiner Bemühungen, meines Lebens, macht das Leben bedeutungsvoll, meine Ehre. So erachte ich das.

Für mich bedeutet die Bewegung Gerechtigkeit. Alle Ungerechtigkeiten, Massaker, auferzwungene Ehrlosigkeit, das Leben ohne eine eigenen Identität, Hunger, Elend, Lieblosigkeit; sie ist die eine einzige Kraft, die dafür Rechenschaft verlangt. Sie ist die Macht des Volkes, Vertrauen, alle Tugenden der Menschheit. Wegen der Partei bin ich der Mensch, der ich heute bin. Für all diese Schönheiten könnte ich mich ohne Zögern opfern.

Die ganze Türkei konnte am Taksim-Platz mitkriegen, wie Elif Sultan Kalsen ohne zu zögern Rechenschaft verlangte von den Volksfeinden, die unserem Volk die Plätze verbieten. Genau wie vor der Folterzentrale auf der Vatanstrasse. Und unser Volk wird in den Kämpfer(innen) der Front weiterhin die Aufopferung von Sultan Kalsen sehen, genauso ohne zu zögern. Bis zur Befreiung.

Das ist der Appell von Elif Sultan Kalsen an das kurdische Volk:

Ich bin eine Kurdin, Kämpferin der Front. Auch meine Cousine Fidan Kalsen hat sich für die Befreiung aller Völker der Türkei aufgeopfert. Als sie sich für ihr Volk und ihre Genoss(innen) anzündete, formierte sie ihre Finger zum Victory-Zeichen.

Das ist jedermann noch in Erinnerung. Welch eine Ehre, dass unser Volk über solche Held(innen) verfügt.

Zwei Verwandte von mir sind in der PKK gefallen. Das kurdische Volk hat zehntausende Gefallene und steht jetzt einer Eliminierung gegenüber. Die Einigung mit der faschistischen AKP wird niemals eine Lösung bringen. Ist der momentane Prozess nicht deutlich? Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagt es gäbe kein Kurdenproblem. Damit ist er zur Vernichtungs-, Assimilation- und Verleugnunspolitik zurückgekehrt. Es ist also deutlich, dass eine “Lösung” mit der Verständigung des kurdischen Volkes mit dem System nicht möglich ist.

Unser kurdisches Volk: Die Lösung, ganz gleich ob Kurd(in) oder Türk(in) liegt nicht in der unterschiedlichen Organisierung.

Die Lösung liegt in der gemeinsamen Organisierung gegen den Imperialismus und seine Kollaborateuren. Die Lösung liegt in der gemeinsamen Organisierung der Türk(innen), Kurd(innen), Laz(innen), Tscherkez(innen), den ganzen Völkern der Türkei. Die

Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) ist die revolutionäre Organisation aller Völker der Türkei.

Lasst uns den Kampf erweitern.

ELİF SULTAN KALSEN IST UNSTERBLICH

VOLKSBEFREIUNGSKÄMPER(INNEN) SIND UNSTERBLICH

DIE GEFALLENEN DER REVOLUTION SIND UNSTERBLICH

HOCH DIE REVOLUTIONÄRE VOLKSBEFREIUNGSPARTEI-FRONT

ES LEBE UNSER FÜHRER**** DURSUN KARATAS *****

MAHIR HÜSEYIN ULAS KAMPF BIS ZUR BEFREIUNG

REVOLUTIONÄRE VOLKSBEFREIUNGSFRONT

Anhang 1: MKP-PHG veröffentlichte am 25.02.2015 eine Erklärung bezüglich ihrer bewaffneten Aktion gegenüber İlhami Yıldırım An unser werktätiges Volk von den unterschiedlichen Nationen:

Am 10. Februar 2015 haben die MKP-PHG-Millitanten in Istanbul Cekmeköy gegen den AKP-Bürokraten Ilhami Yildirim eine Angriffsaktion durchgeführt.

Der Wachmann wurde bei dem Versuch einzugreifen außer Gefecht gesetzt, Ilhami Yildirim, auf den es eigentlich abgesehen war, kam diesmal davon.

Ilhami Yildirim ist eines von tausend AKP-Bürokraten, welche während des Gezi-Aufstandes sich an den Verbrechen der AKP beteiligten. Die Öffentlichkeit kennt ihn gut von seinen Tweets. Die AKP-Rige setzt sich von solchen, ihre Seele an den Imperialismus verkauften Dorfkaufleuten zusammen. Der Gezi-Aufstand und 17. Dezember-Razzien der AKP haben offen gezeigt, dass sie von der Basis bis zur Führung eine Bewegung der Anstandslosigkeit ist.

– Religionslehrer, die alevitischen Kindern zur sunnitischen Erziehung zwingen.

– Die Wachposten, die Menschen angreifen, welche für ihre Erde, Wasser und Umwelt Widerstand leisten.

– Der Arzt der seinen Patienten allein aufgrund der Tatsache nicht untersucht, weil er/sie Kurd(in) ist.

– Und die Bewusstseinsingenieure, welche für die Frauen- und LGBT-Morde versuchen einen Deckmantel zu finden.

– Die Bosse, welche die Metall- und Grubenarbeiter mit den Bestechungsgeldern an die Regierung und ihren Teilhabern zum

Tode verurteilen.

– Die, ähnlich eines Wachhundes, auf das Volk schießende Polizei sind mindestens so schuldig wie die AKP. Und sind alle unsere legitimen Ziele.

Keiner sollte von uns erwarten, dass wir uns ruhig verhalten, weil sie “Befehlsausführer” sind. Die Wände der Tyrannei werden durch solche faschistischen Individuen aufgebaut, welche sich gegen das Volk richten.

Die einzige Möglichkeit, diese faschistische Wand zu stürzen ist gemeinsam gegen die politisch, islamische Maske tragende Neo-AKP zu kämpfen.

Genau das sind die Schlagadern, welche den Tyrannen ernähren, der in Hochsicherheitsschlössern lebt. Wenn man schon keinen Pfeiler in das Herz des Imperators drücken kann, dann sollen die Adern, die dieses Herz nähren abgeschnitten werden.

Das Präsidialsystem, die Sicherheitsgesetze usw. sind Versuche, die bereits existierende Dunkelheit der AKP zu vertiefen und der bestehenden Krise und nichts weiter als ein Versuch dem System ein Atenrohr zu verschaffen. Dies sollten wir vereiteln.

Während der Faschismus von der AKP im jeden Bereich des Lebens auferzwungen wird, kann man den Widerstand dagegen nicht auf ein paar periodische, symbolisierte bewaffnete Aktionen beschränkt werden.

Die revolutionäre Bewegung in der Türkei ist heute weit davon entfernt.

Wir sind Sozialisten, die zwischen Pessimismus und Realismus unterscheiden können.

Allen voran unsere organisierten Einheiten, stellt euch darauf ein, mit aller Kraft einen bewaffneten Widerstand zu leisten. Unsere befreundeten Kräfte laden wir ein dies als Verbündete zu unterstützen.

Für uns ist die agitative und propagandistische Phase der revolutionären Tätigkeit vorüber.

Die Ära des propagandistischen Revolutionärs ist vorüber. Wandbemalung, Plakatierung usw… gehören der Kindheitsphase der Linken an und müssen überwunden werden.

Es ist eine offene Anweisung an all unsere Einheiten, den feindlichen Elementen mit der Vernichtungsperspektive zu handeln.

Aktionsformen die nichts bringen und unnötigerweise zu Aufdeckung führen, sollten vermieden werden.

Das ist der einziger Weg, den faschistischen Staatsmächten die Lebensbereiche zu engen und die Revolution als einen konkreten Begriff in das Leben der Menschen einzuführen.

Eine “illegale revolutionäre Tätigkeit” und demokratische, legale Institutionen nebeneinander ist nur Selbstbetrug. In unseren Reihen sollten diese Menschen verurteilt werden.

Jeder sollte einen Weg einschlagen und das notwendige dafür tun.

Wir sind Maoisten, denen der Begriff unmöglich unbekannt ist.

Wenn wir gar nichts haben, nehmen wir unser Herz raus und werfen es auf den Feind.

Unsere Freiheitstunnel graben wir mit unseren Nägeln. Die ewige Anweisung unseres Genossen Kaypakkaya****** lautet: “Wenn wir uns auf diesem Weg aufopfern müssen, mögen unsere Waffen nicht schweigen”.

Die Maoisten sind die großen Meister der doppelten Strategie.

Die zweitrangigen Probleme in uns sind niemals Grund abseits zu stehen.

Wenn unsere Genossen zu Weggefährten werden, stimmt uns das traurig.

Den Genossen von gestern und Weggefährten von heute rufen wir auf in der MLM (marxistische-leninistisch-maoistisch) Seite zu im bewaffneten Kampf auf der Pfärte von Kaypakkaya vereinen.

Die Sensibilität der Wahlperiode der patriotischen Bewegung in den kommenden 4 Monaten begegnen wir mit Verständnis. Wir möchten bekannt geben, diese Zeitspanne als Vorbereitungsphase zu nutzen, damit die AKP keine Argumente findet, in die Rolle des Opfers zu schlüpfen. Alle organisierten Einheiten der PHG sollten in diesem Sinne handeln. Solange die Kräfte des Regmises uns nicht direkt angreifen, begeben wir uns in die Position der Verteidigung”.

Der Ministersohn sowie der Teilhaber einer Hamburger-Kette, der ein Kind geschlagen hat, weil es die Kartoffeln aß, die Bosse der MESS, welche der Hauptfinanzierer der Auffassungsoperation ist, welcher in der türkischen Armee durchgeführt wurde, um der AKP den Weg zu ebnen, die sich für auffindbar haltenden Mörder von Berkin, Ethem, Medeni kennen wir, beobachten wir, vergessen wir nicht.

MKP ist das Gedächtnis des Volkes. Das ist kein Blutstreit, sondern Klassenhaß. Das ist nicht Rache, sondern Abrechnung.

Anhang 2: DER BESAGTE BESCHLUSS DER ESP

Unsere Entscheidung mit der Volksfront keinerlei Beziehung zu pflegen und an keiner ihrer Aktionen teilzunehmen hat weiterhin Gültigkeit.

Das gilt auch für den Vorfall, der im Gerichtsgebäude mit der Ermordung zweier Revolutionärer endete.

Wie unsere Partei politisch zu der Exekution von Seiten der Polizei steht, wurde durch eine Verurteilung unseres Vorsitzenden bekannt. Die Legitimität einer revolutionären Aktion und Ermordung Revolutionäre durch den Faschismus steht natürlich über allen Diskussionen. Trotz dessen, wird es keinerlei Beteiligung von irgendeiner Aktionen der Volksfront geben, in keiner Stadt oder auf keinem Gebiet. Sei es eine Trauerfeier, Protestmarsch, Gedenkfeier. Selbst

wenn die Polizei angreifen sollte, werden wir uns an keiner Aktion beteiligen.”

Solange die Volksfront nicht selbstkritisch ist und uns weiterhin schlecht macht, sind die Umstände uns an den revolutionären Aktionen der Volksfront zu beteiligen oder zu unterstützen nicht gegeben- worum es sich auch immer handelt.

Alle unsere Genoss(innen) und regionale sowie überregionalen Organisationen sind verpflichtet, den allgemeinen Entscheidungen unserer Partei Folge zu leisten.

Viel Erfolg.

* Mahir Cayan ist der Gründer der THKP-C, vorgängerpartei der DHKP-C.

**Fidan Kalsen ist die Cousine von Sultan Elif Kalsen und hat sich beim Gefängnismassaker am 19. Dezember 2000 angezündet, um das Massaker aufzuhalten.

*** Am 30. März 1972 wurden Mahir Cayan und 9 Genossen im kleinen Dorf Kizildere in Tokat gelegen, exekutiert von den Staatskräften.

Sie hatten 3 auf einem NATO-Stützpunkt stationierte, englische Techniker entführt, um die Hinrichtung von Deniz Gezmis und seinen Genossen zu verhindern. Von der Polizei umzingelt kämpften sie bis zur letzten Kugel und ergaben sich nicht.

**** Die Bezeichnung “Führer” hat im türkischen nicht das geringste mit dem Hitler-Kult o.ä. zu tun, sondern die Bedeutung des Vorstreiters, Vorreiters, Vorkämpfers. Sie wird über alle Strömungen und Weltanschaungen hinweg, ganz gleich ob rechts, nationalistisch oder links, weit verbreitet benutzt.

***** Dursun Karatas ist der verstorbene Gründer und Vorsitzende der DHKP-C.

****** Ibrahim Kaypakkaya ist der Gründer der Maoistischen Kommunistischen Partei in der Türkei. Er wurde 1972 im Verhör auf der Polizeiwache zu Tode gefoltert. Die Polizei verstümmelte selbst seinen Leichnam. Kaypakkaya wird innerhalb der Linken in der Türkei mit diesem Satz geehrt: “Er gab sein Leben, aber kein Gehe



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